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Rigips Trophy

– Wiege und Wege des Gipstrockenbaus

Die Erfolgsgeschichte dieses einzigen Awards für den Trocken-

bau zeigt immer wieder aufs Neue, wie und wohin sich der

Gipstrockenbau entwickelt. Beurteilt wird in erster Linie der

sinnvolle Materialeinsatz im Vergleich zu anderen Systemen wie

beispielsweise Backstein. Die Schweiz ist darin besonders er-

folgreich: Das nationale Siegerobjekt 2012 hat auch den inter-

nationalen Grand Prix 2012 der Saint-Gobain International Tro-

phy Awards gewonnen.

D

er jüngste Gewinner des schweizerischen Wettbewerbs, das

denkmalgeschützte Kantonale Zeughaus in Zug, ist somit

das erste Objekt, dem diese grosse Ehre zuteil wird. Dabei hätten

frühere Trophy-Preisträger durchaus das Potenzial dazu gehabt:

Einkaufs- und Freizeitcenter Westside, Bern-Brünnen (2010,

Daniel Libeskind); Tschuggen Grand Hotel, Arosa (2007, Mario

Botta), Jelmoli, Zürich (2005, Tilla Theus); Kunsthaus Aarau

(2003, Herzog & de Meuron); AVA Aarau (2001, Zimmermann

Architekten).

Teamwork zwischen Architekt und Trockenbauer

Seit 14 Jahren kürt eine unabhängige Jury aus Architekten, Gip-

serunternehmern und einem Rigips-Mitarbeiter alle zwei Jahre

die herausragendsten Trockenbauprojekte, die mit Rigips-Pro-

dukten ausgeführt wurden. Eingereicht werden sie in enger Zu-

sammenarbeit von Planer und Trockenbauer, die beide gleicher-

massen an der objektspezifischen, fachmännischen und nicht

zuletzt konsequenten Verwendung von Gipsbausystemen inter-

essiert sind. Was die Jury, die Fachwelt und die geladenen Gäste

der Trophy-Gala jeweils zu sehen bekommen, sind äusserst in-

Roche Personalrestaurant, Silber Trophy 2010

Foto: © Walter Mair

novative, zum Teil neu entwickelte Lösungsansätze, handwerk-

lich bis an die Grenzen des Möglichen geführte Trockenbauar-

beiten und eine allgemeine Begeisterung für das Material Gips.

Im Vordergrund steht dabei das Potenzial eines Baustoffes in der

zeitgenössischen Architektur, die hohe Anforderungen an Ästhe-

tik, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit stellt.

Drei Bewertungskategorien

Die Hauptpreise Gold, Silber und Bronze honorieren die planeri-

sche und gestalterische Gesamtleistung der TeilnehmerInnen.

Der Spezialpreis für Rationelles Bauen würdigt insbesondere die

Optimierung des Planungs- und Bauprozesses sowie der Bau-

stellenlogistik und der systematisierte Einsatz von Halbfabrikaten

(z.B. Formteile). Das können Betriebsbauten wie Büros, Schulen

und Einkaufscenter sein. Der Spezialpreis Flexible Konzepte

schliesslich wird für die Übereinstimmung der Gebäudestruktur

mit der Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten, für grösstmögliche

Freiheiten im Planungsprozess, der Umnutzbarkeit sowie der In-

vestitionssicherheit verliehen. Hier standen bisher Wohnungs-

bauten im Fokus.

Gips erfüllt die hohen

Anforderungen der

zeitgenössischen Architektur

an Ästhetik, Wirtschaftlichkeit

und Nachhaltigkeit.

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Objekt

Altes Zeughaus

(Obergericht/Studienbibliothek),

Zug Trockenbau Dämmtech.Nottwil

GmbH, Staffelbach

Architektur

Graf Stampfli Jenni Architekten AG,

Solothurn

Würdigung

Die Umnutzung des denkmalgeschützten

Zeughauses als Bibliotheks- und Gerichts-

gebäude überzeugt durch die architek-

tonische Konzeption und handwerklich

hochstehende Anwendung verschiedener

Trockenbausysteme – von der Planung bis

zur Realisierung. Die sorgfältig gestalteten

und nutzergerechten Räume erfüllen die

hohen technischen Anforderungen und

widerspiegeln den gekonnten Umgang mit

der historischen Bausubstanz.

Zeughaus Zug holt Grand Prix in die Schweiz

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