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Architekt Manfred Hasler und sein Team entwarfen einen Grund-

riss in Form eines unregelmässigen Pentagons, das sich hervor-

ragend in das bestehende Grundstück eingliedert. Anstelle des

kleinen Einfamilienhauses konnte so ein fünfgeschossiges Mehr-

familienhaus mit sechs Wohnungen realisiert werden. Eine durch-

mischte Nutzung mit einer 5½ Zimmer-Wohnung, je zwei

3½ Zimmer- und zwei 2½ Zimmer-Wohnungen sowie einer

4½ Zimmer-Attikawohnung ist das Ergebnis vieler Grundrissstu-

dien. Eine sowohl in sozialer Hinsicht (guter Durchmischung der

Mieter) als auch in ökonomischer Sicht (verteiltes Nachfrage-Risi-

ko) gute Lösung wurde damit erreicht.

Das Treppenhaus als Erschliessungszone ist in der Mitte des

Baukörpers platziert. Damit erhalten die Wohnungen die grösst-

mögliche Aussenfläche und zudem sehr viel Licht. Auf natürli-

ches Licht im Treppenhaus muss trotzdem nicht verzichtet wer-

den. Eine ungewöhnliche und interessante Lichtführung durch

die Attikawohnung bringt Tageslicht in das sonst geschlossene

Treppenhaus.

Auf die Gestaltung der Fassade wurde viel Wert gelegt. Das

Grundstück liegt direkt an einem kleinen Wald, der eine schöne

Kulisse für den Neubau bildet.

Eine hinterlüftete Fassade aus Holz wurde bald verworfen – es

sollte Stein sein, der sich schön und komplementär vom Wald

absetzt. Studien mit einer Natur-Schieferfassade ergaben einen

zu dunklen Kontrast. Auch das Bau-Budget wäre dadurch zu

stark belastet worden. Eine der kostengünstigsten Fassaden ist

immer noch die verputzte Kompaktfassade. Die Suche nach ei-

ner geeigneten Stein-Platte begann: Fündig wurde man bei der

Firma Ganz Baukeramik, die eine Keramikplatte neu im Pro-

gramm hat, welche das perfekte Abbild einer Valser-Granitplatte

darstellt. Keramik hat verschiedene Vorteile gegenüber Natur-

stein: Es sind keine Adern vorhanden, die zu Frostschäden füh-

ren können. Und Keramik lässt sich in geringerer Materialstärke

verarbeiten und hat daher weniger Gewicht.

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