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Eckdaten Konradhof

Investor

Allreal-Gruppe

Projektentwicklung

Allreal Generalunternehmung AG

Richtprojekt

Prof. Vittorio M. Lampugnani

Grundstucksfläche

19373 m

2

Nutzfläche

21270 m

2

Gebäudevolumen Total

139000 m

3

Nutzung

Wohnhaus mit 177 Eigentumswohnungen

Gewerbeflächen im Erdgeschoss

Tiefgarage mit 172 Parkplätzen

System

MARMORAN, Marmopor PLUS 031,

Deckbeschichtung MARMORAN Carrara

Ausführung

Colaku AG, Bachwiesenstr. 110,

8047 Zürich

Autor

Allreal Generalunternehmung AG

Fotos

Allreal Generalunternehmung AG

Saint-Gobain Weber AG

19

tec

architecture

I art I technology I eco

ar

t

ec

architecture I

art

I technology I eco

ar

Belebung des öffentlichen Raumes und zur Attraktivität, insbeson-

dere der gewerblichen Nutzungen in den Erdgeschossen, bei.

Taten statt Worte

Entwicklung und Planung des neuen Quartiers erfolgten auf der

Grundlage der Nachhaltigkeit und damit unter besonderer Be-

rücksichtigung ökologischer Aspekte. Richti ist die schweizweit

erste Arealuberbauung, die die Anforderungen aus der Vision der

2000-Watt-Gesellschaft erfüllt.

Der Konradhof

Vittorio Magnago Lampugnani und seine Leute bearbeiteten das

grosse Baufeld 2 Konradhof, das fast ausschliesslich dem Woh-

nen vorbehalten ist. Nur dort, wo der Block an die baumbestan-

dene Diagonale mit ihren Arkaden grenzt, entstanden im Erdge-

schoss Ladenflächen. In den Erdgeschossen wurden einige

Ateliers eingeplant, die gegen den Garten ein Hochparterre auf-

weisen, wodurch die Privatsphäre auch im Erdgeschoss gewähr-

leistet ist. Die Gassen- und Hofseite der Wohnungen werden

deutlich unterschieden: Eine regelmässige Lochfassade mit ste-

henden Fensterfronten gegen die Gasse und eine durchgehende

Loggia gegen den Hof. Die Wohnungen sind zeitgenössisch, was

das heisst, sie bewältigen die grosse Gebäudetiefe. Eine der Mög-

lichkeiten ist ein durchgehender Wohnraum mit einer Loggia auf

der Hof- und einem Wintergarten auf der Gassenseite, flankiert

von zwei Zimmern mit innenliegendem Bad und Innenkorridor.

Der Zweispänner erlaubt so viel Flexibilität, wie

sie der Markt er-

fordert. Entstanden sind brauchbare, durchaus konventionelle

Wohnungen.

Alle Attikawohnungen verfügen über gedeckte Aussenbereiche

Die Modelliertechnik

Diese Art Applikation ist nicht vergleichbar mit den als Rusti-

kalputz – oder rustikaler Strukturputz – bekannten Techniken.

Bei der Modelliertechnik werden zur Erreichung der ge-

wünschten Oberflächenstruktur mechanisch oder per Laser

bearbeitete Abzugsleisten verwendet . Diese sind in etwa mit

den Schablonen zum Ziehen der Gipsprofile vergleichbar. Das

umlaufende Terraingeschoss beim Konradhof ist mit dieser

Technik ausgeführt worden.

Mehr zur Modelliertechnik im Artikel auf den Seiten 50–53

Richti ist die schweizweit

erste Arealuberbauung, die

die Anforderungen aus der

Vision der 2000-Watt-

Gesellschaft erfüllt.

Hauptnutzungsarten sind Wohnen (rund 40%), Dienstleistung

(rund 50%) sowie Gewerbe und Verkauf (rund 10%). Von der

bebaubaren Fläche werden nur 43% in Anspruch genommen;

30% entfallen auf Grünflächen, der Anteil an Strassen und öffent-

lichen Plätzen liegt bei 27%. Sechs von sieben Baufeldern sind

für grosszügig konzipierte, rund 20 Meter hohe Blockrandbauten

mit fünf Vollgeschossen und einem Attikageschoss vorgesehen.

Ein attraktives Quartier mit ausgezeichneter Wohn-, Arbeits-

und Aufenthaltsqualität

Das Bebauungsmuster ermöglichte die Umsetzung von lärm-

geschutzten, in der Regel öffentlich zugänglichen Innenhofpärken.

Darüber hinaus sieht das Konzept eine städtebaulich überzeugen-

de Ausgestaltung des öffentlichen Raums mit Plätzen, Arkaden,

Wohnstrassen und Innenhöfen vor. Zusätzlich zu den Blockrand-

bauten beinhaltet das Richtprojekt ein knapp 70 Meter hohes

Bürogebäude beim Einkaufszentrum Glatt. Das Areal ist für den

motorisierten wie auch für den Langsamverkehr bestens erschlos-

sen. Eine Ringstrasse reduziert den motorisierten Verkehr im

Quartier auf das nötige Minimum. Für etwa 1200 Bewohnerinnen

und Bewohner sowie für über 3000 Beschäftigte stehen insgesamt

rund 1200 Parkplätze in mehreren Tiefgaragen zur Verfügung. De-

ren Erschliessung erfolgt ausschliesslich über den Richtiring und

die Industriestrasse und damit ohne Belastung für das Quartier.

Für den Langsamverkehr und für Fussgänger steht ein qualitativ

und quantitativ hochstehendes Strassen- und Wegenetz zur Verfü-

gung. Ein zentral gelegener und vielseitig nutzbarer Platz sowie

oberirdisch angelegte Besucher- und Kurzzeitparkplätze tragen zur