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Investor

Flumroc AG, Flums

Projektentwicklung

Viridén + Partner AG, Zürich

Nutzung

Büroräume, Personalrestaurant mit Küche

und

Lager, Ausstellungsraum, Schulungs- und

Besprechungsräume,

1 Mietwohnung für Hauswart

Nutzfläche

Energiebezugsfläche: 2995 m

2

Wärmedämmung

MARMORAN MW-1 (½ Anteil),

Dämmdicke 320 mm,

Deckbeschichtung SILCANOVA 3 mm,  

AQUABALANCE und THERMOBALANCE

Autor

Flumroc AG

Fotos

Flumroc AG

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Unterkonstruktion

In hochdämmenden Aussenwandkonstruktionen entfallen grössere

anteilige Verluste auf Wärmebrücken als in spärlich geschützten

Wänden. In einer hinterlüfteten Fassade mit einer Unterkonstruk-

tion aus Aluminium mit Thermo-Stopper gehen 40% der Verluste

auf das Konto der Befestigungsanker (Dämmstärke 30 cm). Bei

einer Dämmstärke von 14 cm sind es nur 25%. Was immer noch

viel ist, denn mit Systemen wie beispielsweise GFT Thermico von

Gasser Fassadentechnik oder dem RSD-System von Rogger

Fasteners sind es nur einige Prozente.

Und wieviel Photovoltaik?

Bei mehrgeschossigen Bauten ist die Dachfläche in der Regel zu

klein, um den Energiebedarf mit solaren Gewinnflächen zu

decken. Auch im Flumser Bürohaus entfallen nur 61% des

Stromertrages auf die PV-Module auf dem Dach. Die Fassaden

sollten also – nach Massgabe ihrer Orientierung – in die Stromer-

zeugung einbezogen werden. In Flums ist das der Fall (Tabelle).

Schwieriger ist die visuelle Integration in die Fassaden. Um zu ver-

hindern, dass die PV-Module nicht additiv auf eine «fertige» Wand

aufgedoppelt sind, wie dies leider nur allzu oft der Fall ist, müssen

die Module Teil der Architektur sein. Das gelingt nur, wenn die PV-

Zellen das gestalterische Vokabular des Gebäudes und der Fassa-

de aufnehmen. Die Fassadengestaltung des Architekturbüros

Viridén + Partner unterstützt diesen Effekt, indem die Farben der

Fenster nach oben heller werden. Dem Betrachter bieten sich

damit dunkle Glasbänder, die durch einen steingrauen Farbverlauf

gebrochen werden. Ein sehr schönes Beispiel für PV-Integration

– zu besichtigen in Flums.

Das auch noch!

Gesamtsanierungen sind immer auch Anlass, das Gebäude, vor

allem dessen Grundrisse, teilweise geänderten Abläufen und

Arbeitsweisen anzupassen. Diese Chance wurde genutzt. Im

Erdgeschoss docken das Flumroc-Restaurant und ein Ausstel-

lungsraum an den neuen und grosszügigen Empfangsraum an.

Änderungen auch in den zwei Bürogeschossen: Viele Mitarbeite-

rinnen und Mitarbeiter arbeiten in «kleinen Grossraumbüros», die

eine Teamarbeit erleichtern. Die neuen Raumfolgen bewähren

sich im betrieblichen Alltag und sind beliebt. Dies gilt auch für die

neuen Sanitäranlagen und die erweiterte Infrastruktur für die

Kommunikation. Denn auch in der Flumroc-Zentrale ist der Daten-

transfer eine entscheidende Grundlage für effizientes Arbeiten.

Photovoltaikanlagen: Technische Daten

Standort

Bürohaus Dach

Bürohaus Fassade

Beide Anlagen zusammen

Modultyp

LG; LG290N1C-G3

Solar Frontier SF-170-S

Installierte Leistung (DC)

71,3 kWp

57,3 kWp

128,6 kWp

Nennleistung AC

68 kVA

51,0 kVA

119 kVA

Aufstellwinkel

15 °

90 °

Anzahl Module

246

337

582

Leistung Modul

290 Wp

170 Wp

Installierte Fläche

403,4 m

2

413,9 m

2

817,3 m

2

Prognostizierter Ertrag

63500 kWh

40500 kWh

104000 kWh

Kosten der umfassenden Erneuerung

Gebäudehülle, wovon ein grosser Anteil auf Unterhalt und Instandhaltung entfällt

52%

Erneuerung der Innenräume: Kundenzone, Büros, Elektro- und IT-Installation

19%

Zusatz Plusenergie respektive Minergie-A und Minergie-P:

Gebäudehülle, Technik (z. B. Lüftungsanlage), Photovoltaik

17%

Notwendiger Unterhalt nach 30 Jahren: Empfang, WC-Anlagen, Asbestsanierung, Umgebung

12%

Total

100%

Die Bauhülle des Gebäudes ist

mit fünf verschiedenen

hochdämmenden Systemen

eingepackt.

Die begehbaren Terrassen

sind mit Flumroc Steinwolle und Vaku-

umdämmung geschützt. Aufbau: Betondecke 34 cm; Wärme-

dämmung Flumroc FBD 550 14 cm; Vakuumdämmung 2-mal

2,5 cm; Wärmedämmung mit Gefälle Flumroc MEGA 2 cm bis

10 cm; 2-lagige Abdichtung aus Polymer-Bitumen 1 cm; Trenn-

vlies 0,5 cm; Splitfüllung mit Höhenausgleich 3 cm bis 5 cm;

Betonplatten 4 cm.

Flachdach:

Der Dachrand wurde erhöht, um PV-Module im glei-

chen Raster an der Dachstirne montieren zu können; die raffinier-

te Lösung schafft Raum für zusätzliche Wärmedämmung. Aufbau:

Betondecke 22 cm; Wärmedämmung Flumroc FBD 550 36 cm;

Wärmedämmung Flumroc ME 6 cm (Dämmkeil entlang Dach-

rand, Flumroc MEGA 8 cm bis 6 cm); 2-lagige Abdichtung aus

Polymer-Bitumen 1 cm; Drainageelement 2 cm und Vegetations-

substrat für Dachbegrünung 8 cm oder Gummischrotmatte 1 cm

und Rundkies 6 cm zur Befestigung des Montagesystem der

Photovoltaik-Module.

Dämmung der Kellerdecke

mit 20 cm Flumroc TOPA

Plan mit Schnitt durch die Kompaktfassade

Spart Energie – die mit Steinwolle gedämmte Kompaktfassade

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